Weitere Information zur Eucharistie

Die liturgische Feier der Eucharistie

Zur Eucharistiefeier gehören stets

- die Verkündigung des Wortes Gottes,

- die Danksagung an Gott den Vater für alle seine Wohltaten vor allem dafür daß er uns seinen Sohn geschenkt hat,

- die Wandlung von Brot und Wein und

- die Teilnahme am liturgischen Mahl durch den Empfang des Leibes und des Blutes des Herrn. Diese Elemente bilden eine einzige Kulthandlung.

Das österliche Mahl und Opfer: Danksagung, Gedächtnis, Gegenwart

Die Eucharistie ist die Gedächtnisfeier des Pascha Christi, das heißt des Heilswerkes das durch das Leben den Tod und die Aufeistehung Christi gewirkt worden ist. Dieses Werk wird in der liturgischen Handlung vergegenwärtigt.

Christus selbst, der ewige Hohepriester des Neuen Bundes, bringt durch den Dienst der Priester das eucharistische Opfer dar. Christus selbst ist beim eucharistischen Opfer die Opfergabe. Er selbst ist unter den Gestalten von Brot und Wein wirklich gegenwärtig.

Nur gültig geweihte Priester können der Eucharistiefeier vorstehen und Brot und Wein konsekrieren, damit diese Leib und Blut des Herrn werden.

Die wesentlichen Zeichen des Sakramentes der Eucharistie sind Brot aus Weizen und Wein aus Weintrauben. Auf sie wird der Segen des Heiligen Geistes herabgefleht und der Priester spricht die Konsekrationsworte, die von Jesus beim Letzten Abendmahl gesprochen wurden: Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird. Das ist der Kelch meines Blutes.

Durch die Konsekration vollzieht sich die Wandlung [Transsubstantiation] von Brot und Wein in den Leib und das Blut Christi. Unter den konsekrierten Gestalten von Brot und Wein ist Christus selbst als Lebendiger und Verheirlichter wirklich tatsächlich und substantiell gegenwärtig mit seinem Leib, seinem Blut, seiner Seele und seiner göttlichen Natur.

Als Opfer wird die Eucharistie auch zur Vergebung der Sünden der Lebenden und der Toten dargebracht und um von Gott geistliche und zeitliche Wohltaten zu erlangen.

Wer Christus in der eucharistischen Kommunion empfangen will muß im Stande der Gnade sein. Falls jemand sich bewußt ist, daß er eine Todsünde begangen hat, darf er die Eucharistie nicht empfangen ohne vor her im Bußsakrament die Lossprechung empfangen zu haben.

Die Wirkungen der Eucharistie

Der Empfang des heiligen Leibes und Blutes Christi

- läßt die Vereinigung des Kommunizierenden mit dem Herrn größer werden,

- vergibt ihm die läßlichen Sünden und bewahrt ihn vor schweren Sünden,

- verstärkt die Bande der Liebe zwischen dem Kommunizierenden und Christus, und

- festigt die Einheit der Kirche des mystischen Leibes Christi.

Die Kirche empfiehlt den Gläubigen nachdrücklich, jedesmal wenn sie an der Eucharistiefeier teilnehmen, die heilige Kommunion zu empfangen sie verpflichtet sie das wenigstens einmal im Jahr zu tun.

Weil im Altarsakrament Christus selbst gegenwärtig ist, ist es in Anbetung zu verehren. Der Besuch des Allerheiligsten ist ein Beweis von Dankbarkeit, ein Zeichen von Liebe und eine Erfüllung der Pflicht Christus unseren Herrn anzubeten.

Die Eucharistie - Unterpfand der künftigen Herrlichkeit

Weil Christus von dieser Welt zum Vater gegangen ist, gibt er uns in der Eucharistie das Unterpfand seiner kommenden Herrlichkeit. Die Teilnahme am heiligen Opfer

- macht unser Herz seinem Herzen gleich,

- unterstützt unsere Kräfte auf dem Pilgerweg dieses Lebens,

- läßt uns das ewige Leben ersehnen und

- vereint uns schon jetzt mit der Kirche des Himmels, mit der heiligen Jungfrau Maria und mit allen Heiligen.