Kapelle St. Nikolaus in Mauchen, Müllheimerstraße 14/Ecke Bergstraße, 79418 Schliengen-Mauchen
In der schönen, von Reben und dem Mauchenbächle geprägten, Landschaft liegt Mauchen mit seiner alten Nikolaus- Kapelle.
Die Kapelle wurde nach ihrem Wiederaufbau vom Basler Weihbischof unter der Zuständigkeit des Konstanzer Ordinariats im April 1673 konsekriert. Finanziert wurde der Wiederaufbau durch eine Stiftung des Neuenburger Pfarrers Hagelstein und dessen Schwester, die deswegen auch in der Kapelle beigesetzt wurden. Das Sakramentshäuschen mit der Jahreszahl 1486 gibt uns einen Anhaltspunkt über das Alter der ursprünglichen Kapelle.
Einige Daten aus der Chronik zur Erhaltung und Pflege der Kapelle:
1840-1900
- Versetztung des Hauptaltars von der Mitte des Chorraums an die Abschlußwand.
- Bau einer Sakristei.
- Anschaffung von Beichtstühlen.
- Erneuerung des Kapellenbodens, mit Entdeckung der Stiftergräber (Grabplatte an der Chorwand).
- Kauf und Abriß des Nachbarhauses, zur Freistellung der Kapelle und Vergrößerung des Vorplatzes.
- Restaurierung der Kapelle mit den drei Altäreren.
1901-1930
- Erweiterung der Sakristei.
- Bau eines Blitzableiters.
- Beschaffung eines neuen Altaraufbau und eines Tabernakels (Bildhauer Franz Josef Simmler, Offenburg).
- Anschaffung eines auf Kupferplatten gemalten Kreuzwegs (Kunstmaler August Göbel, Freiburg).
- Kriegsopfer-Ehrenmal für die Gefallenen des 1. Weltkriegs an der Kapellenwand (Bildhauer Ludwig Kubanek, Freiburg).
- Guß einer zweiten Glocke.
1931- 1980
- Außeninstandsetzung der Kapelle.
- Lieferung eines neuen Tabernakels (Metallbildhauer Alfred Erhart, Freiburg).
- Generalrenovation der Kapelle, Altartisch aus Sandstein und Lesepult (Bildhauer Frido Lehr, Karlsruhe).
- Konsekration des neuen Zelebrationsaltars (17. Juni 1979).
Die Kapelle heute
- Außenanlage mit einem Ehrenmal für die Gefallenen 1939/45 und einer Lourdes-Grotte
- Balken und Bretter decken die beiden Teilräume ab.
- Begleitmalereien um den Chorbogen und die Fenster.
- Lorbeerumkränzte Apostelkreuze auf die Wände gemalt.
- Spätgotisches Sakramentshäuschen an der Chorwand mit dem Antlitz des verklärten, auferstandenen Christus.
- Kunstgeschmiedetes Türchen mit Traubenmotiv als Abschluß der Sakramentsnische.
- Barockkruzifixus an der Chorwand, eine Schnitzarbeit (eventuell A. X. Hauser, Freiburg).
- Zelebrationsaltar mit dicker Altarplatte aus rotem Sandstein.
- Bronzenes Lesepult mit einer Hl. Geist-Taube.
- Christusbild mit Hostie und Kelch und eine Madonnenstatuerechts an den Seiten des Chorbogens; Reste der Ausstattung des 19. Jahrhunderts.
- Statuen des St. Leodegar und des St. Nikolaus von Myra, wahrscheinlich aus dem 17. Jahrhundert, an der linken Wand des Kirchenschiffs.
Der Kapellenpatron (6. Dezember)
Als einer der bekanntesten Heiligen gilt als er Patron der Seefahrer und als besonderer Nothelfer, Da er durch eine anonyme Goldspende drei armen Jungfrauen die Heirat ermöglichte, findet man oft seine Darstellung mit drei Goldkugeln.
Der frühbarocker Kirchenbau der Mauchener Kapelle
Mit diesem Baustil versuchte man einen von Gott auserwählten Ort zu realiaieren, an dem sich Himmel und Erde berühren. Heute der Altar nicht mehr in räumlicher Abgerücktheit von den versammelten Gottesdienstbesuchern, sondern bildet den Mittelpunkt der Kirche und die den Gottesdienst feiernde Gemeinde.
