St. Vinzenz Liel

Die Gemeinde Sankt Vinzenz in Liel ist mit ca. 600 Katholiken die zahlenmäßig kleinste in unserer Seelsorgeeinheit. Zur Pfarrgemeinde gehören neben dem Ort Liel auch die Gemeinden Niedereggenen und Obereggenen mit dem Weiler Schallsingen. Von der Fläche her gesehen dürfte die Pfarrei allerdings die größte in der Seelsorgeeinheit sein, reicht sie doch von Liel bis zum Gasthaus auf dem Blauengipfel und über Schloss Bürgeln bis zum Weiler der Lippisbacher Höfe. Die Weitläufigkeit des Pfarrgebietes macht es schon von Natur aus schwierig die Gemeindemitglieder zu Gottesdiensten in der Pfarrkirche zu sammeln.

Dass nur ca. 600 Katholiken zur Pfarrgemeinde zählen führte in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder zu starken finanziellen Belastungen, so etwa in den 60er Jahren, als bei einer Innenrenovierung der Pfarrkirche der Altarraum den Anforderungen des 2. Vatikanischen Konzils angepasst wurde. Etwa zur selben Zeit entstand im Pfarrgarten der heutige Pfarrsaal. Außenrenovierung der Pfarrkirche und des Kirchplatzes sowie die Renovierung der Stuckdecke im Chorraum folgten in den 90er Jahren. 2005 konnte der langersehnte Orgelneubau abgeschlossen werden und nach weit über 40 Jahren bemüht sich die Gemeinde aktuell um die Beschaffung finanzieller Mittel für eine dringend erforderliche Innenrenovierung.

Der Innenraum der um 1720 erbaute Barock-Kirche mit dem Chorturm aus dem 14. Jahrhundert und mehreren gotischen Fresken wurde zum letzten Mal vor nahezu 50 Jahren renoviert – die Sanierung war dementsprechend dringend nötig. Von Mai 2013 bis August 2013 wurde in der Pfarrkirche St. Vinzenz in Liel eine umfassende Umgestaltung und Renovierung des Innenraums durchgeführt. Zum Erhalt der Bausubstanz waren wichtige Arbeiten notwerndig geworden. Neben der Erneuerung der Heizung und Bestuhlung auch die Wärmedämmung der Kirchenschiffdecke vom Speicher aus. Zur Erneuerung gehörte auch ein Windfang im Eingangsbereich, die Instandsetzung der Türen, die Erneuerung der elektrischen Leitungen, Beleuchtung, Lautsprecheranlage, Glockensteuerung und des Innenanstrichs, außerdem die Auffrischung und Retuschierung der Seitenaltäre und Deckengemälde. Das Kreuz im Chorraum wurde durch die Figuren von Maria und Johannes ergänzt. Mit Hilfe vieler privaten Spenden und einer großzügigen Spende des Breisgauer Katholischen Religionsfonds konnte so die gesamte Raumschale restauriert werden.